TAUCHEN AM AUSSENRIFF – MAYOTTE IM INDISCHEN OZEAN

LA PASSE SADA – AUSSENRIFF IN MAYOTTE

Pünktlich um 8.15 Uhr fand ich mich beim Tauchcenter ein. Nachdem wir unser Equipment zusammengebaut hatten, ging es aufs Tauchboot. Das nächste Mal such ich mir Schach als Sport…
Ein wenig staunend betrachtete ich die Profi-Taucher, die ihr ganz eigenes Equipment zusammenbauten. Mit riesigen Unterwasserkameras und Leuchten, die ich als Schauspielerin bei noch keinem Dreh gesehen hatte. Klar, unter Wasser verschwinden sofort die Rottöne, deswegen sehen Korallen und Fische immer sehr grünlich-trüb aus, wenn sie nicht hell beleuchtet sind. Ich habe trotzdem immer ein wenig Scheu, soviel künstliches Licht plötzlich auf die Lebewesen zu richten.
Ziel war „la passe Sada“, eine Passage, die durch das Barriereriff geht. Diesmal war Craig unser Tauchguide, ein junger Franzose, der in Mayotte als Lehrer arbeitet und in den Ferien im Tauchcenter aushilft.

Nach ungefähr 15 Minuten kamen sie – Delfine. Nicht ganz so viele wie bei der Safari vorgestern, aber doch eine Menge! Ich war sehr froh, dass das auch für die Profis noch ein schöner Anblick ist und wir eine Weile bei den Delfinen blieben. Carol, die das Boot fuhr, gab auch Gas wie Jaques bei der Safari und auch diese Delfine hier hatten Spaß in den so erzeugten Wellen und Strömungen.
Ich war mir sicher, das war jetzt das Highlight des Tauchgangs und war auch schon voll zufrieden.

Delfine beim Passe Sada

Aber zum Tauchen waren wir ja hergefahren. Die Guides checkten die Strömung am Riff und ab gings. Natürlich ist hier am Barriereriff die Strömung stärker, weswegen sie im Tauchcenter auch den das Taucher-Logbuch und Tauchtauglichkeitszeugnis genau ansehen.
Das Riff fällt steil ab und wir tauchten mit der Strömung entlang wunderschöner Korallen und viele Fischschwärme. Ein rundum gelungener Tauchgang, wenn auch einer zurück auf dem Boot meinte: „Hier gibt’s aber wenig Großfische“. Nunja, die sieht man hier halt über der Wasseroberfläche.

Und prompt haben wir auch bei der Rückfahrt in der Ferne einen springenden Wal gesehen. Nichts wie hin. Aber der Wal hatte wohl seinen näckischen Tag, wir sahen ihn – oder einen Kollegen – immer wieder in weiter Ferne springen und haben uns auf die Verfolgungsjagd gemacht. Erfolglos.
Das machte aber nichts, denn die Delfine auf der Hinfahrt und der schöne Tauchgang waren einfach schon Erlebnis genug.

Wieder daheim wollte ich auf meiner Terrasse eine Ananas essen, was mir aber von den Makos verleidet wurde, die sich mit mir um meine Tüte stritten. Ich flüchtete nach drinnen und aus Protest haben sie mir die ganze Terrasse vollgeschissen. Sehen ja niedlich aus, die Viecher, von weitem…

 

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